Foto: Gerd Altmann -pixabay.com
Jedes Jahr wird an Weihnachten diese Botschaft verkündet. Und jedes Jahr denken wohl die meisten: „Schön wäre es, wenn diese Verheißung endlich einmal wahr würde.“ In diesem Jahr wird es uns nicht anders ergehen. Wir sitzen in der Christmette, hören die Worte und fühlen das, was Faust in dem zur Formel gewordenen Satz fasste: „Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!“
Die öffentliche Jahresbilanz in Sachen Frieden fällt erschreckend aus: Ukraine, Gaza, Sudan…
Einer der ganz Großen will angeblich in diesem Jahr mehrere Kriege beendet haben. Doch kaum jemand glaubt seiner Friedensbotschaft. Der Friedensnobelpreis ging in diesem Jahr nicht an ihn, sondern an die venezolanische oppositionelle Politikerin María Corina Machado. Das allerdings verstehen manche als Absegnung für einen Militäreinsatz des großen Nachbarn. Verkehrte Welt.
Bleibt ein Blick in den persönlichen Nahbereich, in die eigenen vier Wände. Vielleicht ist es da ja friedvoller als in der großen Welt da draußen.
Man hört und liest, dass es gerade an Weihnachten in den Familien sehr oft zu Streit kommt. Die Erwartungen an ein „perfektes“ Fest sind hoch, Stress und alte Reizthemen schaffen sich dort, wo viele zusammen sind, Luft, und was sich an Beziehungsproblemen im Laufe des Jahres angesammelt hat, wird offengelegt.
Ja – aber es gibt die andere Seite! 60 Prozent der Deutschen teilen die Vorfreude auf Weihnachten, 81 Prozent feiern laut „Statista“ dieses Fest. Es gibt die Menschen, die an Weihnachten alleine sind und darunter leiden, aber im Durchschnitt feiern laut Statistik die Menschen mit 7,4 Personen in Gemeinschaft. Zu kaum einem Anlass kommen im Laufe eines Jahres mehr Menschen zusammen, um im Kreis der Familie und der Freunde sich gegenseitig zu beschenken und gemeinsam zu essen.
Ich möchte an diesem Weihnachtsfest nicht das Leid ausblenden, das durch Katastrophen und Kriege verursacht wird. Ich möchte auch an die denken, die einsam diese Tage verbringen müssen, und wünsche sehr, dass sie doch ein Licht für sich finden. Doch daneben will ich mich von Herzen freuen, wenn meine Familie, meine Kinder und Enkel in die Kerzen schauen, mit strahlenden Gesichtern ihre Geschenke öffnen – und alle die Botschaft hören: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.“ (Lk 2,14)
Hubertus Brantzen

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