Date:30. Mrz 2016

Zauberschlüssel

Hingeschaut

   Foto: Heike Bulle

 

Zauberschlüssel zum Tor der Weisheit des Lebens

Ostern in der Stille.
Das habe ich dieses Jahr erlebt. Freiwillig.
Und an einer Quelle in der franziskanischen Klosterkirche in Heiligenbronn habe ich ganz besondere Spuren gefunden: Spuren von der Suche anderer Menschen, die ihrer Sehnsucht zu folgen versuchen.
Gebete. Unzählige, ganz persönliche Gebete, meist in tiefster Not oder nach überstandenen heftigen Schicksalsschlägen formuliert.
Und dann lese ich, was Peter Wust (katholischer Kultur- und Existenzphilosoph, 1884-1940) sagt:

„Und wenn Sie mich nun noch fragen sollten, bevor ich jetzt gehe und endgültig gehe, ob ich nicht einen Zauberschlüssel kenne, der einem das letzte Tor zur Weisheit des Lebens erschließen könne, dann würde ich Ihnen antworten: ,Jawohl’. – Und zwar ist dieser Zauberschlüssel nicht die Reflexion, wie Sie es von einem Philosophen vielleicht erwarten möchten, sondern das Gebet. Das Gebet, als letzte Hingabe gefaßt, macht still, macht kindlich, macht objektiv. Ein Mensch wächst für mich in dem Maße immer tiefer hinein in den Raum der Humanität – nicht des Humanismus –, wie er zu beten imstande ist, wofern nur das rechte Beten gemeint ist. Gebet kennzeichnet alle letzte ,Humilitas’ des Geistes. Die großen Dinge des Daseins werden nur den betenden Geistern geschenkt. Beten lernen aber kann man am besten im Leiden.“ (aus: Abschiedswort, 18.12.1939)

Und ich bete mit all diesen Menschen mit, denn es ist der Zauberschlüssel…

Heike Bulle

 

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