Date:05. Nov 2006

Wohl dem, der eine Heimat hat

Kunst · Theater · Literatur

Zugvögel

 

In diesen Wochen ziehen wieder die Vogelschwärme, teils in faszinierenden Formationen, am Himmel entlang.
Mir kam wieder ein Gedicht von Friedrich Nietzsches in den Sinn, das zu den ziehenden Vögeln passt, aber auch in den Monat November. Wir gedenken der Toten und spüren dabei, dass unsere Heimat hier nur eine vorübergehende ist.

Christen und alle gläubigen Menschen sagen, wenn auch mit unterschiedlichen Vorstellungen, dass sie ihre Letzt-Heimat im „Himmel“ zwar als Ziel ihres Lebens betrachten. Doch so ganz eilig haben sie es in der Regel nicht, diese Letzt-Heimat zu erreichen.

Wohl dem, der eine Heimat hat – auf Erden so im Himmel!

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. –
Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat.

 

aus: „Vereinsamt“, erste Strophe

HB

 

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