Wie verhinderte Klageweiber

Zeichen der Zeit – Augen auf

Foto: pixabay.com

“Ich ‘glaube’ nicht mehr an die Zukunft der Kirche, nicht mehr an die Redlichkeit der Politiker, nicht mehr an Gerechtigkeit vor Gericht, nicht mehr an die Rettung des Weltklimas, nicht mehr an den Menschen, nicht mehr an einen (guten) Gott…!”

Die Liste des “Unglaubens” ließe sich leicht fortsetzen. Am Ende stünde wahrscheinlich die resignative Feststellung: “Ich glaube auch nicht mehr an mich selbst.” Zumindest in unserem Land ist der (Un)Geist der negativen Prophetie und des Sich-Gefallens im Beschweren und Schlechtreden weit verbreitet.

Wie viele Menschen saugen regelrecht nur das gegenwärtig Beschwerliche, Hässliche, Ermüdende auf und fallen in eine Art Dauerjammern und Dauergemunkel über Misserfolg und Scheitern? Sie bleiben dem Versagen verhaftet und haben sich eine innere Haltung der Unzufriedenheit angeeignet, die sich ständig beklagt und ein Klima der Trostlosigkeit verbreitet.

Was liegt psychologisch einer solchen Einstellung zugrunde? Es könnte eine Verhaltensweise sein, die man von den Eltern aus deren schweren Zeiten, z.B. nach dem Krieg, übernommen hat; es können sogenannte schlechte Erfahrungen sein, die nie aufgearbeitet wurden und einen prägend im Griff haben; es kann die Angst sein, zu naiv, zu wirklichkeitsfremd zu sein oder zu gelten; es kann auch die Angst sein, Zeichen der Hoffnung sowie Tröstungen und Zuwendungen überhaupt anzunehmen.

Das Volk Israel erlag beim Auszug aus Ägypten auch solchen Versuchungen und schuf sich Ersatztröstungen, d.h. Ersatzgötter. Auch wir Christen ertragen bisweilen unseren Weg nicht, sogar die Auferstehung Jesu nicht, die Hoffnung nicht, die Heilszusagen nicht. Wir bevorzugen dann die Gleichgültigkeit. Wir dürfen und sollten daher den Geist Gottes bitten, dass er uns von dieser spirituellen (Zeit)Krankheit befreie!

Michael Schlüter

 

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