Date:12. Jun 2005

Warum Gott Mozart mag

Zeichen der Zeit

Mozart-Partitur Symphonie D dur

 

 Es gibt Musik, bei der einem schräge Töne und ohrenbetäubender Krach die Ohren malträtieren. Dabei spielt es im übrigen keine Rolle, ob dabei eher traditionelle Instrumente oder moderne wie die E-Gitarre zum Einsatz kommen: zu viel Dissonanz ist nicht gut für den  Menschen.

Vergleicht man Orchestermusiker, die Mozart spielen, mit Musikern, die hauptsächlich zeitgenössische Musik aufführen, findet man mehr psychosomatische Beschwerden bei den letztgenannten. Zeitgenössische Musik ist wegen der vielen Dissonanzen bei Musikern ausgesprochen unbeliebt. Einige Berufsmusiker klagen über Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Andere berichten von zunehmender  Nervosität und Magenproblemen. Fast alle nehmen mit der Zeit mehr Beruhigungs- und Schmerzmittel ein, als ihnen lieb ist. Schräge Musik macht krank.

Hirnforscher haben festgestellt, dass wir Menschen (nicht nur, was Musik angeht) eine natürliche Neigung zu Einklang und Harmonie haben. Wer sich Musik mit vielen Missklängen aussetzt, aktiviert Nervenzellen, die mit dem Mandelkern in Verbindung stehen. Dieser Teil des Gehirns ist für die gefühlsmäßige Einfärbung eingehender Informationen zuständig. Eine Überaktivität des Mandelkerns geht mit vermehrten Angstzuständen und depressiven Verstimmungen einher.

Interessanterweise weist unser Gehirn eine ganz eigene Ordnung auf: die eingehende Musik wird in demjenigen Teil des Gehirns, der Gehörtes verarbeitet, sinnvoll geordnet. Die „Tonkarte“ im Kopf ist einer Landkarte vergleichbar. So machen im menschlichen Musikzentrum die Nervenzellen nach einem ganz bestimmten Muster aus Tönen Musik. Wie bei Reihenhäusern wohnen die Nervenfamilien, welche für die jeweils nächsthöhere Tonfrequenz zuständig ist, nebeneinander.

Wenn sie sich bei Mozart innerlich berührt fühlen, freuen sie sich: sie tun sich und ihrer Seele etwas Gutes. Wahrscheinlich hört auch Gott Mozart. Ob dem so ist, werden wir allerdings erst (früher oder) später erfahren.

Falls Sie Ihrer Dankbarkeit über die Schöpfungsordnung Gehirn jetzt Ausdruck verleihen wollen, singen Sie mal wieder. Zum Beispiel eine Strophe aus dem bekannten Kirchenlied:

„Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet…“

Klaus Glas

 

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