Date:18. Dez 2005

Wartezeiten

Meditation

Haltestelle

 

Advent – Zeit des Wartens, so heißt es.
Dabei ist
Warten doch eigentlich gar nicht mehr zeitgemäß …

Wie hat mich vorhin das Warten in der Arztpraxis wieder genervt:
Werde ich noch eine halbe Stunde hier sitzen und warten
oder gar eine ganze Stunde,
zwei Stunden …?
Ich weiß es nicht.
Zu oft schon musste ich viel zu lange warten,
um nach stundenlangem Warten dann
nach zwei Minuten wieder aus dem Sprechzimmer zu kommen …
War das schon alles?
Da war ja noch nicht mal Zeit, das Wesentliche anzusprechen, keine Zeit zum Fragen …;
ich hab’ es glatt vergessen …;
was Hilfreiches hat die Ärztin auch nicht gesagt …
Das Warten hat sich also noch nicht mal gelohnt …
Warten darauf, dass ich doch endlich wieder gesund werde …

Warten auf einen lieben Menschen,
Woche für Woche
freue ich mich darauf,
warte ich darauf,
dass doch endlich wieder Samstag ist,
ich meinen Verlobten sehen kann:
Woche für Woche das Warten aufeinander,
die von Tag zu Tag größer werdende Freude.
Wie schön zu warten, wie schön, erwartet zu werden!
Auf ihn warte ich gerne,
ich vertraue ihm ja, dass er kommt.
Ich freu mich auf ihn!

Advent – Jahr für Jahr;
Advent – Warten auf Dich, Gott.
Manchmal die Zweifel:
Wirst Du wirklich kommen?
Werde ich was davon haben?
Ja, Du wirst kommen.
Auf Dich ist Verlass!
Ich kann Dich erwarten,
mich auf Dich freuen –
ja, und noch mehr
und noch schöner:
Du selbst drängelst nicht,
Du wartest auf mich,
erwartest mich –
freust Dich auf mich!

KS

 

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