Wallfahrtskirche Ronchamp

Kunst und Kulutr

Kirche von Ronchamp - Foto: Klaus Glas

Kirchenfenster in der Wallfahrtskapelle – Foto: Klaus Glas

Nein, für eine tote Institution – wie die Kirche – wolle er nicht arbeiten. Le Corbusier, der berühmte Architekt der Moderne, lehnte zunächst das Ansinnen der Diözese Besançon ab, Pläne für eine Marienkapelle zu entwerfen. Viel Kleinarbeit  war nötig, um den skeptischen Schweizer zu überzeugen. Schließlich willigte er ein – nicht ohne Eitelkeit. So war es für ihn beispielsweise bedeutsam, dass die künftige Kirche auf dem Berg weithin sichtbar sein würde. Tatsächlich sticht bis heute der strahlend-weiße Kirchturm der Chapelle von der Route Nationale N19 aus in die Augen der Autofahrer.

Die 1955 eingeweihte Wallfahrtskapelle auf dem Berg Bourlémont ist Maria geweiht.  Jährlich besuchen etwa 80.000 Menschen die moderne Architektur-Ikone. Sowohl von außen als auch von innen sieht man auf engstem Raum viele funktionale Formen und Details, die einen immer wieder in Bewegung kommen lässt. Man will ständig schauen: was ist da eigentlich und wozu dient es? Man verweilt einen Augenblick, dann zieht es einen weiter, wie ein Kind im Spielzeugland.

Insofern ist es mehr eine Kirche des Staunens als eine Kirche der Besinnung. Nur einmal beruhigt sich der Blick und wird zum Gebet. Die gewölbte Wand des Altarraums ist hoch oben von einem Fenster durchbrochen, in dem Maria steht. Sie blickt auf die Gläubigen. Man sieht ihre Person auch von außerhalb, wenn man sich in der sogenannten Freiluftkapelle befindet. Maria verbindet die innere Welt mit der äußeren.

Klaus Glas  

Weitere Informationen und Bilder zu der Kirche: >> Website

 

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