Überraschung

Hingeschaut

   Foto: Heike Bulle

Vor vier Wochen verletzte ich mir mein rechtes Knie. Kreuzbandabriss.
Etwa eine Woche später finde ich eine kleine Schachtel Mon Cheri in meinem Briefkasten.
Eine Überraschung von meinem Vater, wie sich rausstellte.
Aus irgendeinem Grund warf ich die Papierchen davon nicht weg;
und so lagen sie noch da, als meine Freundin mich mit ihren beiden Töchtern besuchen kam.
Die Älteste besucht das letzte Kindergartenjahr und oft basteln wir etwas zusammen, wenn sie da ist. Ganz wichtig sind dabei die Herzen: Ohne geht es nicht, das ist ganz klar.
„Darf ich die hier draufkleben?“ fragt sie.
„Klar.“ sage ich und staune nicht schlecht, als ich das Ergebnis sehe:
Aus dem Rest der Nachricht, mit der mein Papa mir sagte, dass er mich lieb hat und an mich denkt, damit mein Knie bald wieder ganz heil ist, zaubert meine kleine Freundin ein rosafarbenes Kreuz mit 3 strahlend geleben Herzen.

Damit schenkt sie mir, ohne es ahnen zu können, ein Bild, das mich zusammen mit der Nachricht von meinem Papa an drei „Eigenschaften“ erinnert, die mein Gottesbild prägen:
♥ von Herzen gut: „die Liebe“, d.h. Die Urkraft allen Lebens (1 Joh 4,8)
♥ allmächtig: „für Gott ist alles möglich“ (Mt 19,26)
♥ ewig: „Du bist seit Ewigkeit.“ (Psalm 93,2)

Darum nannte Jesus ihn „Abba“, d. h. „Papa“, und versuchte uns zu lehren ihm zu vertrauen, ihn voll Vertrauen um alles zu bitten. Denn:
„Wenn schon ihr hartherzigen Menschen euren Kindern Gutes gebt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes schenken, die ihn darum bitten!“ (Mt 7,11)

Heike Bulle

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