Schlechte Nachrichten

Hingeschaut

Mosaik Anker - Foto: Hubertus Brantzen

Foto: Hubertus Brantzen

Diese Woche ist für mich wieder mal eine Woche voller schlechter Nachrichten: Eine gute Bekannte erfährt bei einer Routineuntersuchung von einem bösartigen Tumor. – Der Sohn einer Kollegin erleidet einen Krampfanfall und ist erst nach langen Stunden des Hoffens und Bangens außer Lebensgefahr. – Und ich muss mich im Dienst mit einer ethischen Frage auseinandersetzen, die uns alle sehr beschäftigt: Reanimation eines alten Menschen mit entsprechender Vorerkrankung ja oder nein, wenn das absehbare Ergebnis ein Leben ist, das nur von Maschinen aufrecht erhalten wird.

In dem Kontext all dieser Ereignisse mein Fragen:
Lieber Gott, muss das alles so sein?
Ist das alles dein Wille?

Wenig später sitze ich bei einer Bewohnerin. Wir unterhalten uns und ich erzähle ihr, dass es im Augenblick viele traurige Dinge gibt, die mich beschäftigen.
Ihre Antwort ein Lied:

“Was Gott tut, das ist wohlgetan, es bleibt gerecht sein Wille.
Wie er fängt seine Sachen an, will ich ihm halten stille!
Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß zu erhalten.
Drum lass ich ihn nur walten!”

Nach der Strophe nimmt sie meine Hand und sagt ganz ruhig: “Lass ihn nur walten!”

Das Lied geht mir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf. Abends gehe ich ins Bett mit der Zeile:

„… an seiner Huld und hab Geduld,
er wird dein Unglück wenden:
Es steht in seinen Händen!”

Wie schön, dass Gott mir immer mal wieder einen Menschen schickt, der mich daran erinnert, dass ich IHM vertrauen darf!

Pia Biehl

 

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