Date:25. Mrz 2007

„Neue Väter- Mehr Möglichkeiten, mehr Unsicherheit“

Zeichen der Zeit

La unica puerta

 

So die Überschrift über einen entsprechenden Beitrag, den ich vor einigen Tagen (12.3.2007) im Internet fand. Ich zitiere daraus.

„Kaum ein Bereich der Gesellschaft hat sich in den vergangenen 50 Jahren so stark gewandelt wie die Vaterschaft. Am Frankfurter Institut für Sozialfoschung haben sich die Soziologen Andreas Bambey und Hans-Walter Gumbinger auf die Suche nach dem modernen Vater gemacht.

„Den“ neuen Vater haben sie nicht gefunden – im Gegenteil. Als Kennzeichen moderner Vaterschaft gilt unter Soziologen vor allem die Vielfalt möglicher Gestaltungen dieser Rolle. „Früher war das Rollenbild fester gefügt, heute gibt es ein riesiges Spektrum an Vätertypen“, sagt Bambey. „Männer müssen nicht nur entscheiden, ob sie Vater sein wollen, sondern auch, wie sie ihre Vaterschaft leben möchten“, ergänzt Michael Mazner, der an der Universität Heidelberg und der Fachhochschule für Sozialwesen Mannheim arbeitet. Das macht die Sache nicht leichter. Die Wahlmöglichkeiten scheinen die Väter bisweilen eher zu verunsichern, statt ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.

Bambey und Gumbinger werteten für ihre Studie „Neue Väter“ 1500 Fragebögen aus und interviewten 23 Elternpaare. Erschreckendes Ergebnis: 40 % der Männer empfanden ihre Vaterschaft als misslungen oder hatten zumindest ein distanziertes Verhältnis dazu, Manchmal ist der Grund für dieses Scheitern der eigene Vater.

„Die Männer haben oft keine positiven Vorbilder, weil sie ihre eigenen Väter entweder als kaum präsent oder aber als extrem autoritär erlebt haben“, sagt Gumbinger. Vater-sein sei auch deshalb schwieriger geworden, „weil den Vätern heute Fähigkeiten abverlangt werden -wie zum Beispiel Einfühlungsvermögen-, die sie in ihrer Sozialisation nicht erworben haben.“ Wie eine Billardkugel muss der moderne Vater seinen Weg suchen zwischen den verschiedenen „Banden“ Partnerin, Gesellschaft, Kollegen und Kind.

Der „egalitäre Vater“ lehnt die traditionelle Rollenverteilung ab, fällt aber trotzdem oft in klassische Familienstrukturen zurück. Der „fasadenhafte Vater“ zeigt sich hinter der Fassade des gewissenhaften Vaters eher hilflos. Der „randständige Vater“ steht im Dreieck Vater-Mutter-Kind weit draußen. Der „unsichere Vater“ reagiert oft gereizt und ungeduldig. Der „traditionelle Vater“ zieht sich auf die Ernährerrolle zurück. Der „partnerschaftliche Vater“ engagiert sich stark.“

Soweit der Beitrag. 

Pater Dr. Herbert King

 

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