Date:11. Jul 2004

Neue Ruhe

Gebet

Blick in einen Wald

 

Mein Gott,

wie anstrengend und aufregend waren für mich
die vergangenen Wochen und Monate gewesen.
Arbeit stand vor mir, hinter mir und schwebte über mir.
Ich bin wieder einmal in einen Arbeitstaumel gefallen,
in dem ich gar nicht mehr wahrnehmen und bedenken konnte,
was wirklich wichtig ist.

Doch dann fuhr ich heute durch eine Waldgegend.
Ich glaube, es war dein Wort,
das mich ansprach:
Steige aus!
Ich nahm ich mir eine halbe Stunde Zeit
und ging auf Waldwegen spazieren.

Ich sah an den Bäumen hoch und entdeckte:
Da oben gibt es ja noch den Himmel!
Mir kam in den Sinn,
dass ich in den vergangenen Wochen
nur noch oben geschaut hatte,
um festzustellen, ob ich einen Schirm benötigte.
Er war wirklich noch da, der offene Himmel!

Ich atmete tief ein.
In mir löste sich etwas.
Ich gab unwillkürlich einen Erlösungsseufzer von mir.
Noch einmal einatmen – und laut vernehmbar ausatmen.
Und noch einmal.
Und noch einmal.

Da musste ich vor mich hin lachen.
Ich sagte wieder einmal zu mir selbst:
Warum nicht früher?
Dafür gibt es den Wald und Himmel!

Und ich spürte:
Du, mein Gott, warst mir nahe.
Du warst die ganze Zeit über bei mir – ja!
Aber endlich durfte ich wieder
für einige Augenblick spüren,
wovon ich überzeugt bin.
 

HB

 

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