Licht – Spur der Herrlichkeit Gottes

Kunst und Kultur

Marienhospital Gelsenkirchen –  Kapelle „ Maria-Hilfe der Christen“
Heilig-Geist-Fenster u. Altarkreuz:  Josef Welling
Foto: Cornelia Napierski

In vielen Kirchen sind sie zu finden, farbige und kunstvolle Glasfenster. Sie laden zum Verweilen ein und künden uns von der Schönheit und Herrlichkeit Gottes. Buntglasfenster sind nicht nur kunstvoll und dekorativ, sondern üben auch eine Faszination auf den Betrachter aus. Sie schaffen eine besondere Atmosphäre, wollen uns bewegen und möglicherweise verändern. Sie können unsere innersten Gefühle beeinflussen. Das Spiel von Licht und Farbe lädt zu Gebet und Meditation ein, es macht den Betrachter aufmerksam und aufnahmebereit für Sinnliches und Spirituelles.

Wenn die Sonne, wie das aufgehende Licht über dem Meer, durch die Fenster bricht, wird der Raum durchflutet und es beginnt alles zu leuchten, was vorher im Dunkeln lag.  Buntglasfenster sind Sinnbild für das Licht, sie leben durch das Licht, das von außen scheint und sie beleuchtet. Mauern werden transparent und scheinen sich im Licht aufzulösen. Der Raum wird in einen rauschenden Farbklang getaucht. Er wird zu einem Resonanzboden der Herrlichkeit Gottes, die wir tief in unseren Herzen erhoffen und ersehnen. Die immaterielle Qualität des Lichts öffnet den Raum zur Transzendenz. Die Glasfenster können wie ein Tor zum Himmel wirken, sie ermöglichen uns, dahinter etwas anderes, wie nur die Realität, zu erkennen. Das Licht kann uns im Alltag die Erfahrung der Nähe Gottes schenken, denn es ist Ausdruck seines Segens. Unser Herz kann sich beim Betrachten der Fenster weiten und unser Leben wird erhellt.  Vielleicht gelingt es dem Betrachtenden, einmal gewahr zu werden, wie sehr er auf das Geheimnis Gottes hin bezogen ist.

Gott, der Ursprung des Lichts, bringt Farbe in unser Leben. Er erleuchtet uns, lässt uns, die wir ‚blind geboren‘ sind, durchblicken, unsere eigene Menschlichkeit illusionslos sehen.  Der Herr beauftragt uns, lichtdurchlässig und Träger des Lichts für andere Menschen zu sein. Licht für Menschen, die im Dunkeln sitzen und darauf hoffen, dass auch ihre Stunden erhellt werden. Lassen wir uns also aus der Zuschauerrolle herausrufen, lassen wir uns berühren vom Licht, folgen wir seinen Spuren, werden wir selber zum Licht und tragen es weiter.

Cornelia Napierski

 

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