Kuscheln mit Gott

Moment mal – Spur der Woche

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Foto: RPI Graz

Heute schon gelacht? – „Nein, ist doch Fastenzeit“…..“ Ja, eben deshalb.“
Schon die Schrift sagt:
„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht …“(Mt 6,16f). Ich muss mein Fasten nicht durch eine Leidensmine zur Schau stellen, sondern schaue freudig und zuversichtlich auf meine Beziehung zu Gott und seine wundervolle Schöpfung.

Die Fastenzeit ist die Vorbereitungszeit auf Ostern. Nicht umsonst liegt diese besondere Zeit im Frühling. In der Jahreszeit, in der die Natur sich erneuert und einen lebendigen Neuanfang startet. Fastenzeit und Ostern: Beides gehört zusammen. Eben „alles hat seine Zeit“ (Kohelet 3,1-15).
Ohne Fastenzeit gibt es kein Ostern. Es ist die Zeit, geprägt von der Vorfreude auf die mächtigste aller Botschaften: Jesus hat den Tod besiegt. Mit Jesus fange ich neu an.

Und so ist diese Zeit für mich vor allem eine Zeit der Rückbesinnung auf das, was trägt. Rückbesinnung auf meine Taufe. Rückbesinnung auf meine Anfänge mit Gott. – Das ist wie Kuscheln mit Gott.

Diese Kuschelphase, wie sie am Anfang einer intensiven Beziehung steht. Wenn ein Kind auf die Welt kommt und die Eltern und das Kind sich erst mal kennenlernen wollen. Wie der Anfang meiner Beziehung mit meiner Partnerin. Diese wichtige Zeit des sich Kennenlernens, um die Beziehung tragfähig zu machen.

Kuscheln mit Gott. Das ist Rückbesinnung. – Eine Zeit des intensiven Gebets und der Rückschau. Auch eine Zeit der Buße. Des Nachdenkens darüber, was schieflief in meiner Gottesbeziehung. Wie konnten wir uns so weit voneinander entfernen? Gott. Du und ich.

Wie gelingt es mir, dass Gottes wundervolle Schöpfung wieder die Wertschätzung bekommt, die ihr zusteht?

In der Zeit der Rückbesinnung dürfen wir uns selbst hinterfragen. Was ist uns wichtig? Was brauche ich überhaupt? Was braucht mein Nächster?
Es ist Zeit, Konsumverhalten und suchtauslösende Faktoren neu zu überdenken. Nicht Verzicht ist Fasten, sondern Gewinn einer neuen Perspektive in meinem Leben. Ich überdenke meinen Lebensstil. Alle Regler zurück auf Anfang bildlich gesprochen. Halt einfach: Kuscheln mit Gott.
Und eins habe ich mir vorgenommen: Durch die Fastenzeit gehe ich mit fröhlicher Mine. Ich traue Gott und mir etwas zu. Eine starke Beziehung.
In der auch mal gelacht werden darf.

Bernd Wolf, Diakon

 

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