Date:23. Mrz 2003

Krieg der falschen Propheten

Gebet

 

Gott der Geschichte,
 

du berufst Propheten

in schwieriger Zeit,

damit sie die Zeichen der Zeit deuten.

 

Auch damals, in Babylon,

als König Belschazzar, der Sohn Nebukadnezzars,

ein Gastmahl hielt.

Da schrieb deine Hand

an der Wand, hinter dem Thron,

die Worte:

Mene mene tekel u-parsin.

Dein Prophet Daniel wusste Rat

und deutete dem König die Schrift:

Mene: Gezählt hat Gott die Tage deiner Herrschaft und macht ihr ein Ende.

Tekel: Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befunden.

Peres: Geteilt wird dein Reich und den Medern und Persern gegeben.

(Dan 5)

 

Gott der Geschichte,

jene babylonische Geschichte

lässt mir das Kalte den Rücken herunterlaufen.

Nach zweieinhalbtausend Jahren,

setzt sich alljährlich ein Herrscher auf denselben Thron

und feiert ein Fest,

weil er sich als Nachfahre Nebukadnezzars versteht.

 

In diesen Tagen wird nun diesem Herrscher

das „Mene-tekel“ an die Wand geschrieben,

in Babylon und nur wenige Kilometer entfernt in Bagdad.

 

Doch wo ist der Prophet,

der diesen Vorgang deutet.

Der eine ruft einen heiligen Krieg aus.

Der andere ruft einen heiligen Krieg aus.

Einer deutet den anderen als den leibhaftigen Bösen.

Und die Welt steht kopfschüttelnd daneben.

 

O Gott,

schicke deine echten Propheten,

die die Zeichen an den Wänden deuten,

den Weg zum Frieden weisen,

laut herausschreien,

dass du kein Gott bist,

der die Menschen gegeneinander

in den Krieg schickt.

 HB

 

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