Datum:27. Nov 2005
Schlüsselwörter:

Heimsuchung

Gebet

geschnitzte Szene: Besuch Maria bei Elisabeth

 

Im Advent eine Erinnerung an den Urlaub,
weil ich im Urlaub eine Erinnerung an den Advent hatte:

In einem Kloster in Spanien fand ich
eine Ausstellung von Szenen aus dem Leben Jesu.
Kinder, die ebenfalls die Ausstellung besuchten,
liefen von Bild zu Bild und riefen ihren Eltern zu:
“Komm doch mal hierher, hier siehst du…“

Hin und her gerissen war ich von der filigranen Kleinarbeit des Künstlers.
Das Kind in mir war angerührt,
wo der Verstand sagte: Kitsch!

Ich schob meine ästhetischen Überlegungen beiseite
und ließ dem Kind in mir seine ungehemmte Freude,
herauszufinden, welche Szene jeweils dargestellt war.

Dabei der Besuch Marias bei ihrer Cousine Elisabeth.
Da wurde es mitten während des Urlaubes ein wenig Advent.

Eine kleine Besucherin schilderte Details, die sie wahrnahm, ihrer Mutter:
den Blick in den Hof, die Hühner, die Steinkrüge,
das gespaltene Holz, die Leiter,
vor allem die beiden Frauen,
die in liebevoller Geste aufeinander zugingen.

“Heimsuchung“ fiel mir ein.
Maria sucht Elisabeth in ihrem Heim auf.
Sie nehmen einander in die Arme,
halten sich fest, geben einander Halt,
die werdende Mutter der werdenden Mutter.
Sie erkennen das Geschenk,
das Gott jeweils der anderen anvertraut hat.

Advent.

Gott, der du bei mir ankommen willst,
suche mich heim,
finde mich,
nimm mich in die Arme,
und lass das größte Geschenk,
das du zu vergeben hast,
in mir:
Jesus, deinen Sohn.

HB

 

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