Date:23. Apr 2015

Harte Konfrontation

Zeichen der Zeit

Mittelmeer - Zeitung

Foto: AZ Mainz vom 22.04.2015, Seite 4

Ostern

Gott nimmt nicht das Leid,
Gott nimmt nicht den Tod,
aber Gott kann wandeln,
dass ich in der Ohnmacht stark werde,
in der Verzweiflung hoffend,
im Tod lebendig.

Gott kann wandeln,
dass ich den Verlust als Bereicherung erfahre,
den Schmerz als Reifungsschritt,
die Enttäuschung als neue Erkenntnis.

Wer an Gott glaubt, den Allmächtigen,
kann sich von ihm wandeln lassen
bei seinen täglichen Aufgaben und Herausforderungen.
Er erfährt eine Kraft von oben,
die nicht aus ihm selbst kommt,
die sich gerade in der Schwachheit erweist.

In diesen Zeilen von Irmela Mies-Suermann wird unsere Hoffnung angesprochen,
die wir in diesen Wochen nach Ostern in uns lebendig werden lassen.

Doch dann kommen diese Nachrichten:
800 Menschen oder mehr ertrinken im Mittelmeer.
Am anderen Ufer warten schätzungsweise 1 Million.
Die Flucht aus Elend und Krieg hat Europa als Ziel.

Getrennte Welten – oder gibt es doch eine Brücke zwischen unserer Osterhoffnung und der harten Realität?

Wenn wir dann auch noch in diesen Tagen die angehobenen Prognosen für die Konjunktur in Deutschland für dieses und das kommenden Jahr anhören, dann wird es ganz schwierig.
Müssen wir das alles nebeneinander einfach aushalten?

Hubertus Brantzen

 

 

 

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