Freundschaft

Zeichen der Zeit

Yad Vashem -Foto: S.v.Gehren/ pixelio.de

 Foto: S.v.Gehren/ pixelio.de
Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

Ein Band zwischen Israel und Deutschland – Eine Rede des Bundespräsidenten

Am 12. Mai 1965 legten David Ben Gurion und Konrad Adenauer den Grundstein für die deutsch-israelische Freundschaft. In diesen Tagen wird der 50. Jahrestag der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen gefeiert. Auf Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck ist Reuven Rivlin, der Präsident des Staates Israel, zu Gast in Deutschland.

In einem Pressestatement vom 11. Mai 2015 anlässlich des israelischen Staatsbesuchs sagte Gauck, dass die Menschenverbrechen des Holocaust Israel und Deutschland in eine unauflösliche Verbindung gebracht hätten. Israel und Deutschland würden deshalb in einer einzigartigen Beziehung zueinander stehen.  Er betonte die moralische Verpflichtung der Deutschen gegenüber dem jüdischen Volk und dem Staat Israel. Beim Staatsbankett zu Ehren Rivlins äußerte Gauck seine Dankbarkeit für das Vertrauen der Israelis in Deutschland, was Versöhnung und Verständigung erst möglich gemacht hätte.

Aber nicht nur die Vergangenheit verbinde die beiden Staaten, sondern auch eine gemeinsame Wertegrundlage. In beider Interesse lägen der Schutz der Freiheit, der Vielfalt, der Demokratie und der Menschenrechte, auf deren Fundament man die Zukunft gestalten wolle. In den vergangen fünf Jahrzehnten sei ein lebendiges Miteinander in Politik und Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur gewachsen. Glücklich zeigte sich Gauck über die zunehmende kulturelle Kooperation der Zivilbevölkerung jenseits des politischen Betriebs.

Gauck sprach sich erneut für eine Zwei-Staaten-Lösung aus. Nur so sei dauerhaft der Friede zwischen Israel und den Palästinensern möglich. Beide Seiten sollen aufeinander zugehen und die Rechte des jeweils anderen anerkennen. Deutschland und die europäischen Partner würden auch in Zukunft die Friedensbemühungen im Nahen Osten unterstützen. Gauck schloss sein Statement vor der Presse mit den Worten: „So hoffe ich, dass dieser Besuch […] unabhängig partieller Differenzen bei der Beurteilung bestimmter Politikfelder, einen weiteren Ausbau der Freundschaft und eine Intensivierung unserer freundschaftlichen Beziehung mit sich bringt.“

Sarah Glas

 

 

 

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