Datum:07. Dez 2003
Schlüsselwörter:,

Frauentragen

Gebet

 

In einem alten Adventsbrauch
trugen junge Mädchen 
ein Marienbild von Haus zu Haus.
Ein Mädchen ging mit einer Laterne voran,
ein anderes verbarg das Bild unter ihrem Mantel.
Öffneten die Menschen eines Hause die Tür 
und ließen die Gruppe ein,
dankten die Mädchen,
dass Maria bei der Suche nach einer Herberge
in diesem Haus eine Unterkunft finden konnte.

Gott, 
der du auch in unseren Tagen
bei den Menschen ankommen willst,
durch die Tage des Advent
fragst du bei mir an,
ob ich die Laternen deiner Nähe entdecke,
ob ich die Spuren deiner verborgenen Gegenwart wahrnehme,
ob ich die Tür meines Lebens öffne,
damit der König der Herrlichkeit
bei mir einziehen kann.

Zwischen Rentenplänen und Gesundheitsreformen,
zwischen Geldverdienen und Warten auf Steuererleichterungen,
zwischen neue Hiobsbotschaften vom Arbeitsmarkt,
zwischen zwei Nachrichtensendungen
und mitten im alltäglichen Hasten
– wo bleibt mir da Zeit,
deine Ankunft, 
deinen Advent,
in meinem Leben zu erwarten?

Mache mich sensibel
für das, was die Menschen bewegt,
und zugleich für das,
was du mir sagen willst.

Vielleicht entdecke ich dann,
dass beides geheimnisvoll zusammenhängt,
dass das, was die Menschen bewegt,
Spuren sein könnten,
die du auf dem Weg in mein Leben
hinterlassen hast.

HB

 

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