Date:15. Okt 2014

Ebola

Zeichen der Zeit

AZ Mainz

AZ Mainz vom 15.10.2014

Weit weg – und doch immer näher.

So könnte man das Gefühl beschreiben, das mich abends bei der Tagesschau beschleicht.
Details braucht man nicht zu beschreiben.

Diejenigen, die sich als Helfer bereit erklären, begeben sich in Gefahr.
Schutzkleidung scheint eben kein absoluter Schutz vor Ansteckung zu sein.

Unheimlich.
Ein Tsunami, der nicht von außen die Menschen überfällt, sondern sie von innen her umbringt.

Ich  denke seit Wochen darüber nach, was ich mit diesem Vorgang religiös anfangen soll.
Die gängige Deutung „Gott lässt zu, dass…“  erscheint banal.
Die gut gemeinte Feststellung „Man müsste eine bessere medizinische Versorgung aufbauen“ stimmt,
hilft aber im Moment überhaupt nicht.

So bleibt, wie so oft, die Hoffnung,
dass auch Ebola im großen Weltenplan Platz hat,
wenn dieser Plan auch nicht anschaubar ist.

Hubertus Brantzen

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