Date:09. Sep 2009

Drei Tabuthemen

Meditation

Kreuz

Foto: H. Brantzen

„Dann begann Jesus, sie darüber zu belehren, der Menschensohn müsse vieles erleiden (…); er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen.
Und er redete ganz offen darüber.“

Mk 9,31-32a

Krankheit, Leiden, Tod
– drei Tabuthemen unserer Tage.
Denn: sie stellen in Frage,
sie zeigen Grenzen auf,
  sie sind der Ernstfall des Lebens
  – auch in der Spaßgesellschaft.

Da machen wir oft lieber die Augen zu,
verdrängen nicht nur Krankheit und Leiden, sondern vor allem auch die Kranken und Leidenden,
versuchen, Alter und Tod durch Wellness und Anti-Aging ein Schnippchen zu schlagen.

Doch dies ist eine Sackgasse:
Wenn nur noch die Jugendlichkeit zählt – wo bleiben da die Alten (zu denen wir auch einmal gehören werden)?
Wenn nur noch die Sportlichen und Starken wichtig sind – wie wichtig nehmen wir dann noch die Schwachen (zu denen wir vielleicht auch eines Tages zählen)?
Wenn nur noch das jugendliche, spritzige, kraftvolle Leben zählt – sind wir dann nicht schon in unserer Menschlichkeit gestorben?

Jesus zeigt uns einen anderen Weg: den des offenen Wortes.
Jesus verschweigt seinen Jüngern nicht, dass Leiden und Tod zu seinem Weg gehören – und er öffnet genau so die Tür zum ewigen Leben.
Denn wir sind auch in Krankheit, Leiden und Tod schon von ihm umfangen und getragen. Deswegen können wir hinschauen, wo Menschen leiden, wo Leben durch Krankheit durchkreuzt wird – oder Trauernde unter uns sind.
Jesus lehrt uns das offene Wort und den Blick auf die Schattenseiten des Lebens, weil er sie mit uns trägt und schon längst durch sein Leiden und Sterben hell gemacht hat.
 

Markus Lerchl

 

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