Die Zeit der Ernte

Kunst und Kultur

Tau-Kreuz zum Umhängen

Am 31. August verlassen die letzten drei Ordensschwestern ein kleines Dorf am Niederrhein. 1874 wurden die ersten ins Dorf gerufen, seinerzeit, um einer Ruhrepedemie Herr zu werden. Bis zum 31. August lebten und wirkten die Mauritzer Franziskanerinnen im Altenheim mit.
In einem Gebet um Berufungen des münsteraner Bischofs Felix Genn heißt es: „Schenke uns Ordensleute, die durch das Leben in Gehorsam, Armut und Jungfräulichkeit bezeugen: Die Ernte Gottes ist da, das Leben mit dir und in dir ist erfüllend.“
Die Ernte Gottes ist da.
Diese Worte zeigen mir, dass ein Perspektivenwechsel angesagt ist. Du musst deine Sichtweise korrigieren.
Nicht Ende, sondern stetiger Neubeginn.
Nicht Zusammenbruch, sondern beharrliches Wachstum.
Nicht Trauer, sondern Freude.
Schade, dass die Schwestern (aus Altersgründen und wegen fehlenden Ordensnachwuchses) gehen. Schade, dass wir in diesem niederrheinischen Dorf das Lebenszeugnis von Ordenschristen nicht mehr miterleben dürfen.
Aber, das ist kein Zeichen für das Ende, für den Zusammenbruch. Trauer über das Weggehen darf sein.
Zugleich aber ist es eine Einladung an jeden von uns, die wir dort wohnen bleiben: gib mit deinem Leben Zeugnis dafür, dass das Leben mit Gott und in Gott sinnstiftend und erfüllend ist.

Stefan Keller

 

 

 

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