Datum:08. Jul 2007
Schlüsselwörter:

Die alte Liturgie

Zeichen der Zeit

Jesus Christus - Gesicht

 

Nun ist das von Papst Benedikt XVI. erwartete Motu Proprio über den Gebrauch der römischen Liturgie „Summorum Pontificum“ da, ganz neu, mit dem Datum vom 7.7.2007.

Hier einige Bestimmungen:

  • Die Feier der Liturgie in der jetzt gängigen Form ist die „ordentliche Ausdrucksform“, wie die katholische Kirche (des „lateinischen Ritus“ – also in unserem Bereich) Liturgie feiert .
  • Der alte, vorkonziliare, sogenannte „tridentinische Ritus“ gilt hingegen als außerordentliche Ausdrucksform.
  • Die beiden Arten sollen nicht zu einer Entzweiung der Kirche und in den Gemeinden führen.
  • Wenn in Gemeinden beständige Gruppen den Pfarrer um die außerordentliche Messform bitten, muss er darauf eingehen.

 

Der gesamte Text mit weiteren Bestimmungen: http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=143492

Nun wird eine breite Diskussion stattfinden. „Fortschrittliche“ werden von Rückschritt sprechen. „Traditionalisten“ werden triumphieren. Und das Ganze wird kirchenpolitisch in die eine oder andere Richtung ausgeschlachtet.

Hier einige Argumentationshinweise:

  • Es ist gut, zuerst die positive Intention des Papstes wahr- und anzunehmen, nämlich dort Einheit und nicht Spaltung zu fördern, wo die Mitte der Kirche ist.
  • Die Kirche hat das Recht, ihre eigene liturgische Form festzulegen, an die sich in den entsprechend gekennzeichneten Teilen auch alle halten sollen.
  • Im Hintergrund steht immer die grundlegende, spirituelle Frage: Was dient letztlich dem geistlichen Fortschritt der Menschen? Eine formlos gefeierte Liturgie dient der geistlichen Vertiefung der Menschen ebenso wenig wie eine sklavisch eingehaltene Form. Wichtig ist und bleibt der Geist, der in der einen und anderen Form sich ausdrückt.
  • Nicht ein vages, mystische Gefühl, sondern der lebendige Glaube, dass Jesus Christus in der Eucharistie gegenwärtig ist, ist das Entscheidende.
Hubertus Brantzen

 

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