Date:02. Jul 2006

Dein Lob, o Gott

Gebet

Kinder, fotografiert an der Stelle, an der in Mesopotamien (Irak) traditionell der Garten Eden vermutet wird

Du hast mich, Herr, zu deinem Lob erschaffen.
Du hast mich gemacht als dein Abbild,
als dein Abbild schufst du mich.

Und mit mir viele Milliarden anderer Menschen,
aus deren Angesicht mir Spuren deiner Herrlichkeit entgegenleuchten.

Du sagst ja zu mir,
ganz einfach so.
Ich kann es spüren,
weil ich lebe.

Du sagst ja zu den Vielen,
die mir begegnen.

Weil du uns alle geschaffen hast,
zu deinem Lob,
trägst du uns auf,
auch einander zu loben.

Amen.

HB

 

weitere Infos: www.familie-stark-machen.de

Allensbach-Umfrage für das
FORUM FAMILIE STARK MACHEN e.V.

Mainz, 30. Juni 2006 – Nach den ersten Erfolgen der Nationalmannschaft, spornte Bundestrainer Jürgen Klinsmann sein Team mit Lob zu Höchstleistungen an. Dieses Rezept bewährt sich offenbar auch in kleineren „Teams“, wie eine aktuelle Umfrage ergibt. Obwohl die Bedeutung des Lobes für die Erziehung schon seit über einem Jahrhundert herausgehoben wird und auch in den vergangenen Jahrzehnten direkte Kampagnen zur Förderung des Lobes in der Erziehung stattgefunden haben –  „Heute schon gelobt?“ hieß es in den 80er Jahren in einer Kampagne – veränderten sich die Einstellungen der Eltern nur langsam. Erst heute berichtet eine knappe Mehrheit der jungen Leute zwischen 16 und 29 Jahren, dass sie in ihrer Kindheit viel gelobt worden seien (51 Prozent). Allerdings spiegelt sich darin bereits eine tiefgreifende Veränderung der Erziehungsweise: Von den Befragten im Rentenalter berichtet nur jeder vierte, dass ihn seine Eltern oft gelobt hätten (26 Prozent). Dies ergibt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unter rund 2.600 Personen, die im Frühjahr im Auftrag des FORUM FAMILIE STARK MACHEN durchgeführt wurde.

Noch immer fällt den Eltern jedoch das Loben von Töchtern etwas leichter als das Loben von Söhnen. Zumindest berichten jüngere Frauen etwas häufiger über Lob, als das jüngere Männern tun (46 Prozent gegenüber 38 Prozent). Deutlich ist zudem der Schichtzusammenhang: In den gehobenen Schichten hieß es offenbar schon sehr viel eher „Das hast Du gut gemacht!“ als in der Mittel- und Unterschicht. Die Entwicklung hin zu mehr Lob in der Erziehung beginnt dort schon in den 60er Jahren. In der Mittelschicht erhielt das Lob dann in den folgenden Jahrzehnten Einzug in die Erziehung. In der Unterschicht, d.h. hier bei jenen mit geringem Einkommen und einfacher Bildung, vollzieht sich diese Entwicklung deutlich langsamer; hier berichten heute auch in der jüngsten Altersgruppe (16-29Jährige) nur erst halb so viele wie in der Oberschicht davon, dass sie viel gelobt worden seien (34 Prozent gegenüber 68 Prozent).

Dabei deutet in den Daten einiges darauf hin, dass Lob – zumindest wohl dort, wo es nicht im Unmaß und nicht zur Manipulation gespendet wird – die Entwicklung der Kinder ebenso wie das Klima in der Familie positiv beeinflusst: Erwachsene, die als Kinder viel gelobt wurden, bringen ihrer Umwelt häufiger Vertrauen entgegen, haben öfter enge Beziehungen zu Freunden und können auch eher über Erfolge im Beruf berichten. Diese Befunde gelten unabhängig von Schicht und Alter.

Vor allem aber profitiert das Familienklima: Die in der Kindheit regelmäßig Gelobten berichten ungleich häufiger als andere von sehr starkem Familienzusammenhalt (bei den Eltern bis 44 Jahre zu 64 Prozent gegenüber 39 Prozent), von Wärme und Geborgenheit und von einem sehr guten Verhältnis zu den eigenen Kindern (85 Prozent gegenüber 62 Prozent).

Prof. Dr. Hubertus Brantzen, erster Vorsitzender des FORUM FAMILIE STARK MACHEN, zu den Befunden: „Eine Rückmeldung auf das, was wir tun und wer wir sind, braucht jeder Mensch. Darum ist ein wichtiges Element jeder Erziehung ein Lob an die Kinder, wenn eine Arbeit und auch ein Spiel gut gelungen ist; aber auch ein Lob und die Freude einfach darüber, dass es die Kinder gibt. Im Grunde wollen wir mit unserer Arbeit ebenfalls ein Lob verteilen – nämlich an die Familie und Ihre Bedeutung für jeden einzelnen. Die Ergebnisse zeigen, was Familie zu leisten im Stande ist, wenn der Zusammenhalt stimmt. Das wollen wir weiterhin deutlich und öffentlich machen.“

 

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