Date:28. Jan 2015

Darstellung

Kunst und Kultur

Foto: Marie-Luise Langwald

Auf dem Wandbild ist die Szene der Darstellung Jesu im Tempel zu sehen.

Der greise Simeon trägt das Kind auf den Armen. Nach vorn gebeugt hält er den anderen „das Licht zur Erleuchtung der Heiden“, „das Zeichen, dem widersprochen wird,“ entgegen.
Er steht mit dem Kind auf einer Erhöhung von zwei Stufen. So scheint sich bereits hier die Kathedra, der Lehrstuhl des anwesenden Erlösers und Lehrers der Gottesherrschaft anzudeuten.
Für Simeon erfüllt sich sein Lebenswerk: „Nun kann ich in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen!“

Die Blicke von Jesus und seiner Mutter Maria kreuzen sich. Maria hält dem Kind ihre Arme entgegen, um es gleich entgegenzunehmen. Jesus und Maria sind ganz aufeinander hin orientiert. Sie werden einen langen Weg gemeinsam gehen.

Die alte Frau und Prophetin Hanna, die seit vielen Jahren auf das Heil für ihr Volk wartet, hält als Zeichen eine Schriftrolle in der Hand. Doch scheint sie im nächsten Augenblich die Rolle fallen zu lassen. Prophetisch deutet sie mit dem Finger nach vorn: Dort ist das verheißene Heil zu sehen!

Schließlich Josef fast im Hintergrund. Doch ist er der Einzige, der, an den Laufschritten zu erkennen, in Bewegung ist. Er bringt die Gaben zweier Tauben.  Er ist der Mann auf dem Weg: nach Bethlehem, hin zum Tempel, nach Ägypten und zurück nach Nazareth.

Das Bild lädt ein, sich selbst in die Reihe der dargestellten Menschen zu stellen.

Hubertus Brantzen

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