Adoption und Homo-Ehe

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Zeitung

Titelseite der AZ Mainz vom 20.02.2013

Schritt für Schritt erhalten gleichgeschlechtliche Partnerschaften die gleichen Rechte wie Ehepaare. So wird nun von vielen die Änderung im Adoptionsrecht gefeiert: Wenn ein Partner in eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ein adoptiertes Kind mitbringt, darf nun der andere Partner ebenfalls das Kind adoptieren.

Als es vor Jahren darum ging, ob gleichgeschlechtliche Paare sich gesetzlich als Paar eintragen lassen können, war das für die Betroffenen ein erster Schritt in die absolute Gleichstellung zur Ehe. Diejenigen, die die entsprechenden Gesetzesregelungen einbrachten, wehren diese Prognose heftig ab.

Nun wird deutlich, dass die Fahrt eindeutig zu dieser Gleichstellung geht. Frankreich hat es in diesen Wochen vorgemacht. Die Bezeichnung „Homo-Ehe“ nimmt diese Gleichstellung vorweg. Diejenigen, die diesen Kurs ablehnen, besonders auch die katholische Kirche, stehen immer mehr da als Institution der Ewig-Gestrige und kleinkarierte Ideologen.

Was ist eigentlich die Stellung der Kirche in Sachen Partnerschaft und Kinder?

Die Kirche geht in ihrer Stellungnahme nicht davon aus, dass alles so bleiben soll, weil es immer schon so war. Sie fühlt sich vielmehr dem Auftrag der Bibel verpflichtet, aufgrund dessen eine Frau und ein Mann sich in einer Partnerschaft vereinen und in diesem Raum der Liebe Kindern das Leben schenken sollen (Gen 1.28 ff.). Dieser Auftrag ist dem natürlichen Vorgang abgeschaut, dass zu der Zeugung von Nachkommenschaft eine Frau und ein Mann notwendig sind. Dieser Vorgang wird von der Kirche als eine Ordnung verstanden, die Gott selbst als der Schöpfer in die Natur hineingelegt hat. Die Kirche fühlt sich dazu verpflichtet, für diese Ordnung einzutreten.

Wenn nun der Staat aus verständlichen Gründen das Zusammenleben von gleichgeschlechtlichen Paaren regeln will, ist das sein Recht. Nur ist die Kirche der Meinung, dass eine solche Partnerschaft nicht Ehe genannt werden kann und soll. Der Begriff der Ehe soll einem Paar aus Frau und Mann vorbehalten bleiben.

Zugegeben: Diese Art zu denken ist in einer Gesellschaft, in der alle Lebensformen und Lebensvorstellungen gleich gültig sind, schwer zu vermitteln. Vielleicht müsste es darum eine stärkere Lobby für Ehe und Familie geben.

Hubertus Brantzen

 

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