Date:11. Nov 2007

11.11.

Meditation

Fastnachtszug

Foto: Herbert Schroth

Am 11.11. heißt’s „hellau“
zur Fastnachts- oder Martinsschau:
Die einen haben Laternen in der Hand,
andere tragen das Narrengewand.

Nach dem Martinstage einst die Fastenzeit begann;
so kündigt’ sich das Weihnachtsfeste an:
Die 40 Tage der Buße und Reu
machten bis Weihnachten die Seelen frisch und neu.

Dazu Sankt Martin das Teilen uns lehrt:
Er teilte den Mantel mit seinem Schwert,
zeigt offne Augen für des Bettlers Not.
Auch wir können helfen mit Kleidung und Brot.
So lernen’s die Kinder, wenn sie auch in diesem Jahr wieder
beim Martinszuge singen die alten Lieder.

Doch was lehrt uns der Fastnachtsbeginn?
Hat auch das Fasten in diesen Tagen noch seinen Sinn?
Ob wer will üben Verzicht oder nicht
oder will auch einfach nur verlieren Gewicht,
das möge jeder sich selber fragen,
doch können die Narren uns zumindest eines sagen:

Auch Gott „verkleidet“ sich schließlich bald
und kommt zur Erde in Menschengestalt.
Wenn ich schon jetzt vielleicht Weihnachtsplätzchen esse,
so will ich dennoch nicht vergessen:

Gott ist nicht in der Ferne geblieben,
sondern die Liebe hat ihn auf die Erde getrieben.
Als Kind kommt er auf diese Welt
und zeigt uns, dass nur die Liebe zählt.

Er ist uns nun nah in all unserm Tun,
egal, ob wir hasten oder ruhn.
Jedes Ding auf dieser Welt,
seitdem von Gottes Liebe erzählt.

All unser Menschsein ist ihm wichtig,
drum wurde er Mensch – ganz und gar und richtig.

Darauf gilt es, mich vorzubereiten,
wenn noch nicht heute, so doch beizeiten.

 

Kerstin Rehberg-Schroth

 

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