Datum:11. Dez 2013

Worte – können verletzen und heilen

Zeichen der Zeit

Foto: Cornelia Napierski

Wie oft stellen wir anderen im Vorübergehen die Frage:
„Wie geht es Ihnen?“… um dann weiterzugehen?

Fühlt es sich nicht wie ein Stich ins Herz an, wenn ein Hilfesuchender einen Satz wie diesen hört:
„Das wird schon wieder, denk positiv!“

Wie schnell kommt solch eine Phrase über unsere Lippen und wie sehr kann solch ein Satz bis ins Mark verletzen, den anderen kränken und eine tiefe Wunde zufügen.

Wie tröstend und hilfreich ist es dagegen, einen Hilfesuchenden in seinem Leid wahrzunehmen und es mit ihm auszuhalten. Weise der Mensch, der empathisch ist, emotionale Nähe zeigt, sich in sein Gegenüber einfühlen kann und tröstend Anteil nimmt. Wie hilfreich ist ein Begleiter, der den anderen als gleichwertigen Partner sieht, der keinen Druck auf ihn ausübt, keine Erwartungen an den anderen hat und ihm nicht seine eigene Haltung aufzwingt.
Worte können heilen und aufrichten. Gewähren wir in schwierigen Situationen einander Zuspruch und helfen uns so in die Zukunft hinein.

Cornelia Napierski