Datum:19. Dez 2012

Wir in Kahlenbeck

Kunst und Kultur

Buchcover

Buchcover

Wir vom Niederrhein …
Wir aus der Eifel …
Wir aus …

Global denken, regional schreiben.

Krimis bedienen seit Jahren in der Literatur, im Fernsehen dieses Klischee. Ein großes Thema wird im überschaubaren, vertrauten Raum dargestellt.
„Wir in Kahlenbeck“ macht es genauso. Allerdings ist dieses Buch kein Krimi, sondern ein Roman, dessen Hauptperson Mittelstufenschüler in einem Internat am Niederrhein ist.
Ein fünfzehnjähriger Junge, Carl, geht auf ein katholisches Internat, das „Collegium Gregorianum Kahlenbeck“. Er ist mitten in der Pubertät, von der Helge Schneider sagt, dass sie das Schlimmste im Leben des Menschen sei. Dieses Wort von Helge Schneider ist dem Buch vorangestellt – um zu sagen, dass es besonders in katholischen Internaten so ist?

Carl lebt mit dem Gedanken, Missionar zu werden. Und zugleich macht er die Erfahrung, dass er sich in Ursula verliebt. Sie ist eines der Küchenmädchen, die im Collegium Gregorianum „Hauswirtschaft“ lernt.
Carl und seine Mitschüler, Carl und Ursula, Carl und der Präses …

Christoph Peters, der Autor, stammt selbst vom Niederrhein und hat das „Collegium Augustinianum Gaesdonk“ besucht. Das Buch ist voller Lokalkolorit, viele Orte sind leicht zu identifizieren, wenn man die Region ein wenig kennt. Die Personen sind sicher eher typisch und etwas überzeichnet dargestellt und vermutlich dennoch nah am eigenen Erleben einer katholischen Schule in den 80ger Jahren des 20. Jahrhunderts.
Es lohnt sich, in diesem Buch auf Entdeckungsreise zu gehen.

Stefan Keller

Christoph Peters liest aus „Wir in Kahlenbeck“