Datum:01. Mrz 2003
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Was von mir bleibt

Gebet

 

Bei einer Schifffahrt habe ich
in die Wasserspur geschaut,
die das Schiff hinter sich herzog.
Zwei wirbelige Wellenreihen in der Mitte,
von den beiden Schiffsschrauben aufgewühlt,
zwei glatte Reihen an den Seiten,
von den Rändern des Schiffs gezeichnet.

Eine Wasserspur,
die sich lange hinter dem Schiff
mit den Augen verfolgen lässt,
die sich erst in weiter Ferne
wieder in den Wellen des Meeres verliert.

So fährt das Schiff meines Lebens
Durch das Meer der Zeit.
Mein Lebensschiff zieht Spuren hinter sich her.
Manche Spuren verlieren sich gleich
in den mächtigen Wellen.
Andere bleiben eine Zeitlang sichtbar.
Manche Spuren scheine nur ich selbst zu entdecken.
Einige Spuren bemerken auch andere.

Du Gott meines Lebens,
vieles von dem, was ich tue und sage,
wird im unendlichen Meer der Taten und Worte
so vieler Menschen
einfach verschwinden.
Da steigt in mir die Unruhe und Angst auf,
mein Lebensschiff könnte im Hafen ankommen, 
ohne dass jemand seine Wasserspuren
bemerkt haben könnte.

Mein Gott,
lasse alle meine Fahrten
in dein Logbuch eingetragen sein.
Lasse keine meiner Lebensenergien
verschwendet sein.
Lasse die Wasserspuren,
die mein Lebensschiff hinterlässt,
im Meer deiner Liebe und Barmherzigkeit
aufgehoben sein.
Und hilf mir,
mit meinem Lebensschiff
solche Wasserspuren zu zeichnen,
die dir und meinen Mitmenschen
etwas bedeuten.

HB.

 

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