Datum:27. Feb 2005
Schlüsselwörter:,

Lebensmuster

Gebet

Parkettboden

 

Wenn ich nachdenke,
wandere ich gerne durch mein langes Wohnzimmer.
Der Parkettboden reizt mich immer wieder,
meine Schritte so anzuordnen,
dass ich mit dem Fuß in die quadratischen Muster trete.

Während meine Gedanken sonst mit Gott und der Welt beschäftigt sind,
meditiere ich heute diesen Holzboden.

Ja, so hätte ich es auch oft gerne:

mein Leben
geordnet nach einem festen Schema,
alles im Griff,
vorhersehbar,
berechenbar,
klare Konturen,
übersichtlich.

Natürlich möchte ich es nicht langweilig,
wie auch die vielfältigen Holztöne ein lebendiges Bild ergeben:
mein Leben
in seinen vielen Facetten,
Farbtupfer, die das Herz erfreuen,
Abwechslung, die anregt.

Und über alles fällt Licht von oben,
fallen leichte Schatten von außen.
Dieses Licht und diese Schatten kann ich nun gar nicht sortieren.
Sie sind mir geschenkt,
mir zugeschoben,
mir zugedacht.
 
Gott der Bewegung und der Ordnung,
Gott des Wandels und des Bleibens,
Gott  der Einheit und der Vielfalt,
lass mich in diesen Tagen der Fastenzeit
genauer die Muster meines Lebens anschauen,
darauf, wo ich mehr Ordnung brauche,
darauf, wo ich mehr Beweglichkeit benötige,
darauf, wohin dein Licht fällt,
darauf, wo Schatten mich behindern.

Hilf mir,
dass ich das Lebensmuster,
das du mir schenken willst,
entdecke
und lieben lerne.

HB

 

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