Datum:13. Jan 2010
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Kisten-Packen

Gebet

Junge im Umzugskarton

 

Gott, mal wieder steht ein Umzug an.
Kisten, Kisten, Kisten …
Einige stehen schon gepackt zum Dran-Stoßen hier rum, viele, viele sind noch zu packen.
Allein die paar, die jetzt in der Wohnung stehen – Gepackte und Leere –, reichen schon, um nicht mehr ohne anzuecken hier durchzukommen.
Selbst meine Zweijährige sprach schon mehrfach im Schlaf „Die Kiste kommt hierhin …“.
Wie kriegen wir das hin bis zum Umzugstermin?
Wie hält das Kind das aus? Wie macht sie das alles mit?
Und vor allem: Wo sollen die ganzen Kisten hier in der zu klein gewordenen Wohnung hin?

Ich denke zurück an die letzten Umzüge: mitten im Kistenmeer …
Altes zurücklassen – nicht wissen, was auf mich zukommt;
Gehen ins Ungewisse;
Vorfreude, Skepsis und Zweifel mischen sich.
Das Alte kenne ich; das Neue ist neu,
der Übergang ist Chaos.

Beim letzten Umzug, die Wohnung voller Kisten, kaum Platz ans Bett zu kommen,
landete ich irgendwie dann doch noch im abendlichen Werktagsgottesdienst.
Fix und fertig. Eigentlich konnte ich nichts mehr aufnehmen, nicht zuhören, keinen klaren Gedanken mehr fassen …
Da trafen mich die Worte des Paulus mitten ins Herz:
„Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. Das Ziel vor Augen …“ (Phil 13b.14a)

Nein, vergessen will ich nicht. Die letzten Jahre hier haben mich geprägt.
Vergessen vielleicht die Plagerei der letzten Tage,
aber auf jeden Fall ausstrecken nach dem Ziel will ich mich
– nach Dir, Gott –
nach der Liebe, die Du uns als Familie schenkst, nach dem, was Du für uns bereitet hast,
will darauf vertrauen, dass Du meine Wege kennst,
all mein „Kisten-Packen“
(ob mit konkreten Umzugskisten oder auch manches innerliche Packen mitten im Jahr …).
Du kennst die Ziele, an die Du mich schickst,
weißt, welchen Sinn es alles macht …
Alles wird neu, wird schön, wird gut.
Dieses Mal gehen wir den Weg als Familie in unser Familienhaus, auf das wir uns freuen!
Du gibst mir, gibst uns Kraft, unsere Wege zu gehen,
Umzüge, Richtungswechsel – im Labyrinth des Lebens,
Sorgen und noch mehr Freuden –
ein einziges Ziel:
die Liebe in Dir
– unserem Gott!

 

Kerstin Rehberg-Schroth

 

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