Datum:18. Feb 2009
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Dem treuen Gott zur Fassenacht!

Gebet

Maske

Foto: Kerstin Rehberg-Schroth

Helau – alaaf zur Fastnachtszeit
Jubel, Trubel, Heiterkeit?

Mein Herr, mein Gott, macht das denn Sinn,
wenn ich auf Kommando fröhlich bin,
diese – jene Maske trage,
manche nette Floskel sage
und so durch das Leben haste
und danach dann einsam faste,
fort dann alle Fröhlichkeit,
es regiert die Traurigkeit?

So nehm ich jetzt die Narrenkapp,
leg sie am Aschermittwoch wieder ab
und frage mich dann nach dem Sinn,
wer ich denn nun wirklich bin:
der frohe Clown im Narrenkleid
oder so normal wie alle Zeit?

Doch hör’n wir uns die Lesung an,
was die uns dazu sagen kann:
Drin Paulus den Korinthern schreibt,
dass Gott bei seinem Worte bleibt.
Nicht hüh, nicht hott,
mein lieber Gott,
Du, Herr, bist treu, Du bist das Ja,
mag mancher sagen: Ist doch klar!
Du liebst uns, Frau und Mann und Kind,
ob wir nun fröhlich oder traurig sind.

Du sprichst Dein Ja zu jedem Narr,
zu meinen Freunden, das ist wahr,
zu denen, die mir sympathisch sind,
zu meinem vielgeliebten Kind,
zu mir und meinem Ehemann,
doch auch zu denen, die ich gar nicht leiden kann.

Du stehst zu mir zu jeder Zeit,
ob mit, ob ohne Narrenkleid,
schenkst uns Deinen Heilgen Geist,
weil Du für jeden von uns weißt,
was uns die beste Gabe sei;
das ist Dir nicht einerlei,
weil Du jeden von uns kennst,
mich bei meinem Namen nennst.

Doch um selbst neu zu erkennen,
welchen Namen Du willst nennen,
sollt ich neben allem Beten
auch mal „neben mich“ hin treten,
vielleicht eine Maske tragen,
einfach neue Wege wagen,
und mit Freude wieder sehen
oder auch ganz neu verstehen,
welche Gaben Du mir schenkst,
der Du meine Wege lenkst.

Du sprichst Dein Ja und bleibst dabei,
Du liebst meine Feierei,
freust Dich dann an Fasten und Buße,
schenkst selbst mir dazu Freude und Muße.
Jede Stimmung – vom Frohsinn zum Toben –
ist bei Dir, Herr, aufgehoben;
ob in mir mehr Freude, ob Sorgen,
weiß ich mich in Dir geborgen.

Das schenkt mir Freude mitten ins Herz:
Deine Liebe bleibt – in allem Schmerz.
Mein Gott, Du bist treu, darauf ich vertrau;
Drum stimm ich nun ein ins frohe Helau!

 

Kerstin Rehberg-Schroth

 

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