Bischof Joachim Wanke
"Das Christliche wird sich in Zukunft stärker qualitativ präsentieren und weniger quantitativ. Es braucht in eine sich ins Subjektive und Beliebige weiter verlierende Moderne hinein eine Spiritualität, die dem einzelnen Christen Stehvermögen verleiht und ihm hilft, sich dem anderen gegenüber zu öffnen. Die alte Selbstverständlichkeit gewinnt wieder neue Evidenz: Nur die Beter werden als Christen bestehen. Und nur eine Kirche, die im Gottesgeheimnis fest verwurzelt ist, bleibt für die Menschen interessant. Das dies so ist, darauf gründet meine Hoffnung."
Ansprache von Bischof Joachim Wanke beim Jahrespresseempfang des Bistums Erfurt 2008 >>>mehr
Zeitenstimmen lesen bedeutet, dem Geist Gottes zu begegnen, der in unserer Übergangszeit Neues schafft. Nicht nur Neues in Ereignissen, sondern vor allem Neues in der Deutung derselben, wie sie sich in Zeitströmungen ausdrückt. Nie ist soviel gedacht, probiert, verworfen und gefunden worden wie heute. Umso interessanter ist für den in der Schule Kentenichs groß Gewordenen, gerade dem nachzugehen. Wir dürfen sehen, wie eine neue Kultur an vielen, vielen Stellen entsteht. Umso wichtiger ist es, nicht schnell im Vergleich mit dem zerfallenden Alten in allem zunächst einmal Abfall und Zerfall zu sehen. Sondern das in der Zeit aufleuchtende Antlitz Gottes. Das hervorzuheben ist Absicht aller meiner Beiträge zur Spurensuche. Dieses Antlitz Gottes ist allerdings nicht immer gleich deutlich als solches zu erkennen. Aber das ist natürlich auch sonst der Fall.
vgl. dazu Herbert King: Neues Bewusstsein. Patris Verlag 1995
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