Blick auf das Goldene Tor am Tempelberg
Foto: Hubertus Brantzen
Über einige Stationen kommt Paulus am Ende seiner dritten Missionsreise nach Jerusalem. Dort gibt es einen Aufstand gegen ihn, die Menschenmenge fällt über ihn her, schlägt ihn und will ihn lynchen. Soldaten werden herbeigerufen. Beim Anblick des Obersten lässt die Menge von Paulus ab. Paulus wird verhaftet. Als der Oberste hört, dass Paulus Jude und Bürger aus Tarsus sei, lässt er ihn vor der Menge eine Rede halten.
„Brüder und Väter! Hört, was ich euch zu meiner Verteidigung zu sagen habe. Als sie hörten, dass er in hebräischer Sprache zu ihnen redete, waren sie noch ruhiger. Und er sagte: Ich bin ein Jude, geboren in Tarsus in Zilizien, hier in dieser Stadt erzogen, zu Füßen Gamaliëls genau nach dem Gesetz der Väter ausgebildet, ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid.
Ich habe den (neuen) Weg bis auf den Tod verfolgt, habe Männer und Frauen gefesselt und in die Gefängnisse eingeliefert...“
Apg 22,1-20
Und Paulus erzählt den Menschen im Tempel seine Berufungsgeschichte. Er bekennt seine Untaten gegen die Christen. Er spricht von seiner Bekehrung vor Damaskus. Und er spricht von dem Auftrag Jesu:
„Brich auf, denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden.“
Das ist für jüdische Ohren zu viel. Seine Widersacher schreien: „Weg mit diesem Menschen! Er darf nicht am Leben bleiben!“ – Und damit ist angedeutet, dass er einen Weg gehen wird, der dem seines Herrn ähnlich ist.
Auf sein Leben schauen.
Seine Berufung formulieren.
Sie vor den Menschen bekennen.
Auch vor Nachteilen nicht zurückschrecken.
Schlüsselwort 1, Schlüsselwort 2, ...