Rednerbühne in Korinth, von der aus wohl auch Paulus gesprochen hat
Foto: H. Brantzen
Während seines Aufenthaltes in Korinth erlebte Paulus Höhen und Tiefen, Erfolge bei der Verkündigung und herbe Niederlagen.
Seine Niederlagen: Er musste hinnehmen, dass Juden sich gegen ihn auflehnten, als er Jesus als den Messias verkündigte (Apg 18, 6). Später schleppten sie ihn vor den Prokonsul Gallio.
Seine Erfolge:
“Krispus aber, der Synagogenvorsteher, kam mit seinem ganzen Haus zum Glauben an den Herrn; und viele Korinther, die (Paulus) hörten, wurden gläubig und ließen sich taufen.
Der Herr aber sagte nachts in einer Vision zu Paulus: Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht! Denn ich bin mit dir, niemand wird dir etwas antun. Viel Volk nämlich gehört mir in dieser Stadt. So blieb Paulus ein Jahr und sechs Monate und lehrte bei ihnen das Wort Gottes.“
Apg 18,8-11
Die Vision gibt eine Antwort auf das, was sich im Inneren des Paulus wohl abgespielt hat. Paulus ist nicht nur der unverdrossene Kämpfer für die Sache Jesu. Er fürchtet sich auch. Er wird wohl immer wieder einmal mutlos in Versuchung gewesen sein, alles hinzuwerfen und zu schweigen. Und er wird wohl ab und zu Angst gehabt haben, dass die Menschen ihm etwas antun.
So braucht er Ermutigung, die ihm Gott in einer Vision schenkt. Diese Ermutigung bringt Paulus dazu, anderthalb Jahre in Korinth zu bleiben und das Wort Gottes zu predigen.
Auch ich darf einmal Furcht empfinden bei dem, was ich für IHN tue,
und ängstlich sein, wenn ich an IHN glaube.
Auch ich darf einmal zugeben,
keine Lust mehr zu haben weiterzumachen.
Auch ich darf einmal Angst davor haben,
was Menschen mir antun, weil ich ein glaubender Christ bin.
- Wie Paulus.
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