Auf den Spuren des hl. Paulus

eine Bilderserie zum Paulusjahr
25.02.2009

Apollon-Tempel in Korinth

Apollon-Tempel in Korinth
Foto: H. Brantzen


27  Korinth: Freundschaft, die lange hält

Paulus verließ Athen und kam in die Hafenstadt Athen.

„Dort traf er einen aus Pontus stammenden Juden namens Aquila, der vor kurzem aus Italien gekommen war, und dessen Frau Priszilla. Klaudius hatte nämlich angeordnet, dass alle Juden Rom verlassen müssten. Diesen beiden schloss er sich an, und da sie das gleiche Handwerk betrieben, blieb er bei ihnen und arbeitete dort. Sie waren Zeltmacher von Beruf.“

Apg 18,2-3

Diese Schilderung klingt sehr nach Organisation. Doch die Beziehung zwischen Paulus und dem judenchristlichen Ehepaar war nicht nur organisatorischer Art, sondern entwickelte sich zu einer lange andauernden und wichtigen Freundschaft. Aquila und Priszilla gehen mit Paulus nach Ephesus (Apg 18,18f.).

Das Ehepaar stellt sein Haus als Versammlungsort der Gemeinde zur Verfügung. Ihr Haus wird zur Hauskirche, die Form von Gemeindetreffpunkt, wie er in den ersten Jahrhunderten üblich war.

Doch die beiden haben für Paulus noch mehr eingesetzt. Aquila und Priszilla kehren später wieder nach Rom zurück. Sie gehen Paulus nach Rom voraus und stellen auch dort ihr Haus der Gemeinde zur Verfügung. Im Römerbrief beschreibt Paulus sie mit menschlicher Wärme und Dank als solche, die offensichtlich mit ihrem eigenen Leben gebürgt haben, damit er freigelassen wurde.

„Grüßt Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, die für mich ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben; nicht allein ich, sondern alle Gemeinden der Heiden sind ihnen dankbar. Grüßt auch die Gemeinde, die sich in ihrem Haus versammelt.“

Röm 16,3-5

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