Auf den Spuren des hl. Paulus

eine Bilderserie zum Paulusjahr
28.09.2008

Raum in Jerusalem, in dem an den Abendmahlsaal gedacht wird

"Abendmahlsaal" in Jerusalem
Foto: H. Brantzen

 

13 Apostelkonzil in Jerusalem

Paulus und Barnabas erlebten nach ihrer ersten Missionsreise in Antiochia, dass Leute behaupteten:

„Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Mose beschneiden lasst, könnt ihr nicht gerettet werden.“ (Apg 15,1)

Das löste ein große Verwirrung aus. Paulus und Barnabas hatten erlebt, dass sich Heiden zu Jesus Christus bekehrten. Warum der Umweg über die Beschneidung des Judentums?

Nun soll die Autorität der Apostel in Jerusalem befragt werden. In Jerusalem ist aber die Verwirrung nicht geringer.

So tritt die Versammlung der Apostel und Ältesten zusammen, die wir heute Apostelkonzil nennen. Petrus ergreift das Wort:

„Brüder, wie ihr wisst, hat Gott schon längst hier bei euch die Entscheidung getroffen, dass die Heiden durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben gelangen sollen. Und Gott, der die Herzen kennt, bestätigte dies, indem er ihnen ebenso wie uns den Heiligen Geist gab. Er machte keinerlei Unterschied zwischen uns und ihnen; denn er hat
ihre Herzen durch den Glauben gereinigt. Warum stellt ihr also jetzt Gott auf die Probe und legt den Jüngern ein Joch auf den Nacken, das weder unsere Väter noch wir tragen konnten?
Wir glauben im Gegenteil, durch die Gnade Jesu, des Herrn, gerettet zu werden, auf die gleiche Weise wie jene.“

Apg 15,7-11

Paulus und Barnabas erzählen zur Bekräftigung von ihren Erfahrungen. Jakobus, der Leiter der Jerusalemer Urgemeinde, bestätigt die Ausführungen des Petrus und fordert, den Heidenchristen keine unnötigen Lasten aufzuerlegen.
Die Heidenchristen sollen, besonders um den Judenchristen gegenüber kein Ärgernis zu geben, nur die Bestimmungen einhalten, die für Fremde gelten, die unter Juden leben. Ein mutiger Kompromiss, der das Christentum aus den Fesseln des jüdischen Gesetzes befreit.

Die Apostel schreiben einen Brief an die Gemeinde von Antiochia und formulieren im vollem Bewusstsein ihrer Autorität:

 

„Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen, euch keine weitere Last aufzuerlegen als diese notwendigen Dinge: Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktes und Unzucht zu meiden. Wenn ihr euch davor hütet, handelt ihr richtig. Lebt wohl!“ Apg 15,28-29

 

Dieser Geist Gottes bahnt der Frohen Botschaft einen Weg in die Völker und Nationen.

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