Eucharistiefenster Dom Xanten, Ausschnitt
Nachdem Paulus Derbe besucht hat, über das nicht weiter berichtet wird, kehrt er zurück in die zuletzt besuchten Gemeinden Lystra, Ikonion und Antiochia.
„Sie sprachen den Jüngern Mut zu und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen. In jeder Gemeinde bestellten sie durch Handauflegung Älteste und empfahlen sie mit Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten.“
Apg 14,22-23
Paulus wird die Gemeinden auf seiner zweiten Missionsreise noch einmal kurz besuchen. Doch ansonsten, so könnte man denken, überlässt er sie ihrem Schicksal.
Der Schrifttext sagt etwas anderes: Die Vorgehensweise des Paulus ist getragen durch ein tiefes Vertrauen in Gottes Geist. Jesus Christus ist der Herr der Gemeinden und dessen Geist wird sie leiten.
Paulus setzt äußere Strukturen, die helfen sollen, dass die Gemeinden leben und wachsen können. Er bestellt „Älteste“. Wie noch heute Menschen zu Diakonen und Priestern bestellt werden, so beauftragt Paulus die Ältesten durch Handauflegung.
Damit macht Paulus klar: So wie bereits im Alten Testament Älteste zum Dienst für die Gemeinde bestellte wurden, wie in der christlichen Urgemeinde von Jerusalem Älteste die Gemeinde leiteten, so sollen zukünftig auch in ferner liegenden Gegenden Älteste diesen Dienst zum Wohl der Gemeinden tun.
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